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Das Alter bringt einige Schwierigkeiten und Umstellungen mit sich. Bereits das Ende des Berufslebens macht es notwendig, neue Lebensinhalte zu suchen. Viele Menschen verbringen ihre Zeit dann gerne mit der Gestaltung des Eigenheims und des Gartens und erfreuen sich an dem selbst Geschaffenen. Sofern das Älter werden keine gesundheitlichen Probleme mit sich bringt, kann das Altenteil oftmals auch lange in den eigenen vier Wänden verbracht werden. Wird die Mobilität jedoch zunehmend eingeschränkt, ist es unumgänglich, sich nach einer Alternative umzusehen. Betreutes Wohnen bietet einen praktikablen Mittelweg, der vielen älteren Menschen den Weg ins Altersheim erspart.
In den meisten größeren Städten sind betreute Wohnanlagen zu finden, meist sind sie an ein Alten- oder Pflegeheim gekoppelt. Hier wird den Menschen eine eigene kleine Wohnung zur Verfügung gestellt, in der sie ihre gewohnte Selbständigkeit weiterhin leben können. Der eigene Haushalt bleibt auf diese Weise erhalten, und auch die Räume bieten mehr Bewegungsfreiheit als ein Zimmer in einem Altenheim. Auf der anderen Seite können die Senioren jedoch auf die Betreuung durch ausgebildetes Pflegepersonal zurückgreifen, sofern sie diese benötigen. Neben kleineren Einkäufen und der Wäsche können viele weitere Hilfsleistungen hier beauftragt werden. Auch die Fahrt zum Arzt muss nicht unbedingt selber unternommen werden, denn die Wohnanlagen bieten einen Fahrdienst an. Wer nicht mehr selber kochen kann oder möchte, kann sich zu den gemeinsamen Mahlzeiten im Heim anmelden und kann dort kostengünstig speisen.
Darüber hinaus finden in den Wohnheimen meist auch gesellige Zusammenkünfte statt. Spieleabende, gemeinsame Theaterbesuche und Feiern zu Ostern und Weihnachten bieten viele Möglichkeiten, neue Kontakte zu schließen.
Das betreute Wohnen bietet so nicht nur die Möglichkeit, schnell und ohne großen Aufwand Hilfe zu erhalten, sondern schafft auch einen Rahmen, in dem ältere Menschen ihre Selbständigkeit erhalten können. Hier können auch Ehepaare noch viele gemeinsame Jahre miteinander verbringen, wenn einer der Partner vermehrt Hilfe benötigt. Ein späterer Umzug in das angegliederte Altenheim ist meist ohne weiteres möglich. Dieser bringt dann keine großen Veränderungen mit sich, auch wenn der eigene Haushalt aufgegeben werden muss, denn das Umfeld und die Menschen bleiben erhalten.
10. April 2009
Ein Hausbau birgt viele Risiken – nicht nur bei der Finanzierung kann man viel Geld verlieren, auch während der gesamten Planungs,- und Bauphase können unvorhergesehene Ereignisse zu unerwarteten Ausgabe führen. Von großer Wichtigkeit ist es darum, all diese Risiken rechtzeitig und umfassend zu versichern. Ein Brand, Hochwasser, ein Unwetter, all dass kann den Rohbau beschädigen oder gar zerstören. Im Zweifel ist damit der Traum vom Eigenheim ausgeträumt; die wenigsten werden soviel finanziellen Spielraum haben, um solche Katastrophen mit eigenen Mitteln abzufangen.
Eine Versicherung die nicht fehlen darf ist die so genannte Bauleistungsversicherung. Sie steht für alle Schäden ein, die während einer Bauphase auftreten können. Dazu gehören nicht nur wetter,- beziehungsweise naturbedingte Schäden, sondern sie zahlt auch bei mutwilliger Zerstörung oder bei Entwendung von bereits verbauten Materialien. Selbst wenn Schäden auftreten, die auf Grund von Eigenschaften des Grundstücks entstehen, die aber unentdeckt geblieben sind, oder wenn fehlerhafte Baustoffe verwendet werden – die Bauleistungsversicherung springt hier ein. Man schließt sie idealerweise ab, bevor der erste Spatenstich getan wird; die Prämie wird im Voraus fällig.
Um den Rohbau vor Feuerschäden zu versichern gibt es die Feuerrohbauversicherung. Sie muss man allein deshalb abschließen, weil die meisten Banken darauf bestehen.
Für Bauherren gibt es eine Haftpflichtversicherung, ähnlich wie für Autos. Da Baustellen potentiell gefährlich sind, empfiehlt sich der Abschluss einer solchen Versicherung. Sie tritt zum Beispiel ein, wenn Unbeteiligte durch die Baustelle einen Schaden erleiden.
Viele Bauherren haben das Glück, dass Freunde und Verwandte ihnen beim Bau helfen. Damit diese Helfer bei einem Unfall abgesichert sind, muss man sie der Bauberufsgenossenschaft melden. Zwar sind die Helfer auch ohne Anmeldung versichert, allerdings kann die Versäumnis der Meldung ein teures Bußgeld nach sich ziehen.
17. März 2009
Reetdächer prägen in einigen Landschaften Deutschlands das Bild nachhaltig mit. Bereits 4000 Jahre vor Christus nutzten die sesshaften Menschen getrocknetes Schilfrohr zum Decken ihrer primitiven Bauten. Vor allem die gute Kältedämmung bewirkte, dass sich die Reetdächer bis in unsere Zeit hinein hielten.
Reetdächer sind vor allem in Norddeutschland zu finden, da hier die Verfügbarkeit der Rohrpflanze besonders gut ist. Das Schilfrohr wächst an den Rändern der Binnengewässer, auf sumpfigem Boden gedeiht die Pflanze gut. In getrocknetem Zustand und zu Bündeln gebunden werden die dünnen Stängel dann auf dem Dach befestigt. Die grundsätzliche Verarbeitung des Schilfs hat sich bis heute kaum verändert, im Zuge des Energiesparens und den zunehmenden Ansprüchen an die Wärmeisolation des Hauses werden die Reetdächer heute jedoch nach vorgegebenen Richtlinien gearbeitet. So haben Reetdächer einen Neigungswinkel von 45 Grad. Dadurch kann Regenwasser optimal abfließen und nur die oberste Reetschicht wird feucht. Die unteren Schichten bleiben trocken und erhalten die Hohlräume, die das Material von Natur aus mit sich bringt und das für die Dämmung sorgt.
Die Lebensdauer eines Reetdaches ist sehr abhängig von der Pflege, dem Aufbau und der Qualität des Daches. Wird das Reet noch feucht verarbeitet, kann es später zu faulen Stellen kommen, die das Dach undicht werden lassen. Auch eine unsachgemäße Hinterlüftung des Daches oder ein zu flacher Neigungswinkel kann zu bleibenden feuchten Stellen führen. Dazu muss ein Reetdach beständig kontrolliert und schadhafte Stellen fachgerecht erneuert werden. Im Schnitt halten Reetdächer rund vierzig bis fünfzig Jahre, doch auch deutlich ältere Dächer sind noch original erhalten.
So schön die Dächer anzusehen sind, sie haben auch einige Nachteile. So besteht bei Reetdächern eine hohe Brandgefahr, die auf den Nordfriesischen Inseln sogar ein Verbot von Feuerwerkskörpern nach sich zieht. Ein Reetdach brennt in etwa einer Stunde komplett ab, das Feuer greift schnell auf die unter dem Dach liegenden Räume zu. Daraus resultiert auch eine sehr hohe Versicherungsrate, um die Häuser gegen Feuerschäden abzusichern. Bei einem Brand sollte ein Haus mit Reetdach sofort verlassen werden. Zum Schutz der aus dem brennenden Gebäude tretenden Menschen verfügen viele Reetdachhäuser über einen Giebel, der den Bereich vor der Haustür schützt. Brennendes Schilf, das vom Dach fällt, rutscht seitlich an dem Giebel ab, so ist der freie Weg aus dem Gebäude hinaus gesichert.
Darüber hinaus ist die Ausbesserung eines Reetdaches recht teuer, denn das Material muss zu einem großen Teil importiert werden. In Deutschland steht nicht mehr genug Schilf zur Verfügung, um die Nachfrage zu decken. Zudem vermögen nur wenige speziell ausgebildete Dachdecker über das nötige Wissen, um ein Reetdach richtig auszubessern.
01. März 2009
Neben der Miete und den Kosten für den allgemeinen Lebensunterhalt schlagen vor allem die Nebenkosten große Löcher in die Haushaltskasse. Strom und Wasser werden zunehmend teurer, und viele Menschen suchen aktiv nach einer Möglichkeit, beides einzusparen. Wer bereits einige wenige Grundsätze beherzigt, kann im Jahr mehrere hundert Euro sparen und anderweitig anlegen. Vor allem im Bereich des Wasserverbrauchs ziehen kleine Veränderungen große Wirkung nach sich.
Lediglich fünf Liter Wasser am Tag nutzt der Mensch für die Zubereitung seiner Lebensmittel und dem Stillen seines Durstes. Weitere hundert Liter werden für die Körperpflege und die Toilettenspülung genutzt. Dazu kommen noch einmal etwa 20 Liter täglich für die Wasch- und Spülmaschine sowie andere Nutzung.
Die Grundregeln des Wassersparens sind den meisten Menschen sicherlich bewusst, kaum einer jedoch weiß in Zahlen auszudrücken, welche Summe mit ihnen gespart werden kann. Wer als Single auch mal auf die volle Badewanne verzichtet und sich lieber kurz abduscht, kann im Jahr rund sechzig Euro sparen, in einem Haushalt mit vier Personen kommen so schon über 200 Euro zusammen! Zusätzlich kann über eine Reduzierung des Wasserdurchlaufs in der Dusche und auch am Waschbecken jeweils noch einmal so viel gespart werden- die heute angebotenen Duschköpfe sind darauf ausgelegt, so dass die Einsparung während des Duschens nicht auffällt. So werden mit sehr kleinem Aufwand bereits mehrere hundert Euro eingespart.
Kleinere Einsparmöglichkeiten ergeben sich aus einer Spartaste am WC und der vermehrten Nutzung der Schnellwaschprogramme der Waschmaschine. Vor allem Buntwäsche, die nicht deutlich verschmutzt ist, benötigt keine ausgiebigen Waschläufe. Die Heißwäsche bei 90 Grad sollte nur in äußersten Notfällen genutzt werden. Geschirr sollte nach Möglichkeit in einer Spülmaschine gereinigt werden, da diese mit sehr wenig Wasser auskommt. Lediglich Töpfe und Pfannen sowie empfindliches Geschirr sollten mit der Hand gespült werden.
Diese Einspartipps lassen sich schnell in den Alltag integrieren und kostengünstig umsetzen. Die daraus gewonnenen Einsparungen decken die geringen Kosten in jedem Fall. Die finanzielle Entlastung dagegen wird deutlich zu spüren sein.
13. Februar 2009
Der Traum vom eigenen Haus ist für viele Menschen eine treibende Kraft. Die eigenen vier Wände stehen in einem besonderen Maß für einige der wichtigsten Werte: Rückhalt, Zufriedenheit und Stabilität. Dazu kommt die unterdrückte Angst vor dem Alter- was, wenn die Rente nicht mehr für die Miete reichen wird? Eine eigene Immobilie galt und gilt als die größte zu erreichende Sicherheit im Leben, denn das bezahlte Wohneigentum schafft Unabhängigkeit. Doch der Markt ist sehr unübersichtlich, nahezu täglich beeinflussen Reformen und Neuregelungen das Angebot an Immobilien. Wer auf der Suche nach einem eigenen Objekt ist oder gerade seine Immobilie verkaufen möchte, schreckt nicht selten vor der Unmenge an Informationen zurück.
Auf immoserviceplus.de finden Sie verständliche Beiträge rund um die eigenen vier Wände. Vom Kauf über die Vermietung bis hin zum Verkauf recherchieren wir täglich die neuesten Trends und arbeiten diese verständlich für Sie auf. Unsere Beiträge beschränken sich auf die Inhalte, die für Privatpersonen wichtig sind, und bringen die Dinge auf den Punkt.
Der erste Schritt zu den eigenen vier Wänden ist die Bildung von Kapital. Wir stellen Ihnen nicht nur den bekannten und bewährten Bausparvertrag vor, sondern zeigen auch Alternativen auf. Zusätzlich finden Sie auf immoserviceplus.de auch wichtige Tipps zur Finanzierung und der Wahl der richtigen Bank für Ihr individuelles Vorhaben. Der Kredit muss auf sicheren Beinen stehen und an die persönlichen finanziellen Gegebenheiten angepasst sein. Auf dieser Seite werden die wichtigsten Komponenten der Hypothek angesprochen und prägnant dargestellt. Gleich, ob Sie selber bauen oder lieber ein fertiges Objekt kaufen möchten- das Eigenheim sollte in allen Details den eigenen Vorstellungen entsprechen. Nur dann werden Sie sich für lange Zeit darin wohl fühlen und sich jeden Tag an ihren vier Wänden erfreuen! Lassen Sie sich Zeit bei der Auswahl des zukünftigen Wohnorts und entscheiden Sie sich lieber für Qualität als für eine schnelle Umsetzung. Wir zeigen Ihnen, welche Aspekte unbedingt beachtet werden müssen und in welchen Bereichen ruhig Abstriche gemacht werden können.
Auch für Vermieter, Mieter und Verkäufer hält immoserviceplus.de viele interessante Themen bereit, denn wir betrachten alle Verwendungsweisen von Immobilien. Möchten Sie wissen, welches Recht Sie als Mieter haben? Oder sind Sie sich nicht sicher, ob Sie für den anstehenden Verkauf einen Makler beauftragen sollen? Hier finden Sie die Anhaltspunkte, die Ihre Entscheidung erleichtern!
Auf der Hauptseite können Sie die letzten Beiträge in chronologischer Reihenfolge lesen. Sofern Sie auf der Suche nach einer speziellen Information sind, gelangen Sie über die seitliche Navigationsleiste schnell in den gewünschten Themenbereich. In unserem Archiv werden alle Artikel aufbewahrt und dienen so als umfangreiches Nachschlagewerk. Für ein noch schnelleres Aufrufen der gesuchten Information ist die integrierte Suchfunktion gedacht- einfach ein Schlagwort eingeben, und schon werden die passenden Artikel ausgegeben. Auf immoserviceplus.de werden aktuelle Neuigkeiten und allgemeine Trends aufgegriffen und alle Fragen beantwortet!
22. Januar 2009
Praktische Ärzte gibt es in jeder größeren Stadt, selbst in Dörfern findet sich oft zumindest ein Allgemeinmediziner, der sich um die kleinen und großen Leiden der Bewohner kümmert. Dabei ist es oft gar nicht so einfach, die passende Immobilie zu finden, in der die Praxis untergebracht werden kann. Glücklich ist, wer Räumlichkeiten übernehmen kann, in denen bereits eine Praxis untergebracht ist, andernfalls muss oft eine lange Suche in Kauf genommen werden.
Die Ansprüche an das passende Objekt sind recht groß. Zum einen müssen ausreichend Räume in einer angemessenen Größe vorhanden sein, damit der Empfang, das Wartezimmer, das Sprechzimmer, mehrere Untersuchungszimmer und gegebenenfalls auch ein radiologisch ausgestatteter Raum untergebracht werden können. Vor allem junge Ärzte legen dazu auch großen Wert auf helle Räume mit großen Fenstern, damit die Praxis freundlich wirkt.
Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Immobilie aus umweltbiologischen Materialien gefertigt ist, die möglichst wenig allergische Reaktionen hervorrufen. Mögliche Ausgasungen von nicht umweltverträglichen Materialien könnten die Beschwerden dafür anfälliger Patienten verstärken, deshalb wird seit einigen Jahren verstärkt auf das Material geachtet.
Ein weiterer ausschlaggebender Grund für oder gegen ein Objekt sind die monatlichen Kosten. Arztpraxen unterliegen nicht den Regeln für Wohnräume, sondern fallen unter Gewerbeimmobilien. Entsprechend werden die Räumlichkeiten nicht gemietet, sondern vom Inhaber gepachtet. Die Kosten schwanken entsprechend deutlich. Für Wohnräume gibt es einen örtlichen Mietpreisspiegel, der festlegt, wie hoch die Miete für ein Objekt ausfallen darf. Bei Gewerbeimmobilien errechnen sich die monatlichen Kosten anhand einer Kalkulation des anzunehmenden Gewinns. Je nachdem, welche Beschäftigung der Gewerbetreibende ausübt, kann der Pachtpreis für ein einziges Objekt deshalb unterschiedlich ausfallen. Als angemessen gilt eine Pachtgebühr dann, wenn der Gewerbetreibende trotz der laufenden Kosten noch Gewinne erzielen kann.
Neben der Gestaltung der Immobilie und den damit zusammenhängenden Kosten spielt nicht zuletzt auch die Lage eine wichtige Rolle. Die Praxis sollte möglichst zentral liegen, damit Patienten ihren Arzt auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne Schwierigkeiten erreichen können.
19. Januar 2009
In den Nachrichten und in Zeitungen kommt immer häufiger das Thema Mietnomaden zur Sprache. Da es keine erhobenen Zahlen zu den wirklichen Verhältnissen gibt, ist nicht klar, ob die Zahl der Mietnomaden tatsächlich steigt oder ob nur ein allgemeines Interesse an dem Thema vorliegt.Als Mietnomaden werden Menschen bezeichnet, die eine Mietwohnung beziehen, jedoch von Beginn an keine Miete zahlen. Oftmals gehen diese Personen auch wenig sorgsam mit dem ihnen anvertrauten Wohnraum um, kaputte Türen und völlig verschmutzte Bäder gehen oft mit Mietnomadismus einher.
Für den Vermieter verursachen Mietnomaden einen großen finanziellen Schaden. Das deutsche Mietrecht lässt dem Vermieter nur wenige Möglichkeiten, des säumigen Mieters schnell ledig zu werden. Eine Kündigung darf erst dann ausgesprochen werden, wenn der Mieter in der Höhe von mindestens zwei Monatsmieten im Rückstand ist. Und selbst dann dauert es meist mehrere Monate, bis ein eindeutiges Räumungsurteil ergeht. Im schlechten Fall bleibt der Vermieter ein Jahr oder länger an seinen Mieter gebunden, da er diesen nicht selber der Wohnung verweisen darf. Nur der Gerichtsvollzieher darf die letztliche Vollstreckung des Urteils vornehmen.
Mit dem umfangreichen Verfahren sind hohe Kosten verbunden. Diese trägt der Vermieter, auch für die Renovierungs- oder Sanierungskosten muss dieser selber aufkommen. Oftmals erhält er auch die zurückgehaltene Miete nicht zurück.
Einen wirksamen Schutz vor Mietnomaden gibt es nicht. Manche Vermieter lassen sich vor dem Aufsetzen des Mietvertrages den regelmäßigen Geldeingang und das Arbeitsverhältnis nachweisen, auch beim vorherigen Vermieter wird nachgefragt. Ob die angegebenen Verhältnisse der Realität entsprechen, ist dabei jedoch nicht immer sicher. Viele Mietnomaden verschleiern ihre wahre Identität und geben falsche Selbstauskünfte ab. Bei solventen Mietern hinterlässt ein solches Vorgehen einen bitteren Beigeschmack, der sich negativ auf das folgende Verhältnis auswirken könnte.
Mietnomaden begehen eine Straftat, die unter den Eingehungsbetrug gerechnet wird. Dieser wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bestraft. Die Umsetzung der Strafe ist dabei jedoch nicht leicht, da dem Mieter nachgelegt werden muss, dass es sich bei der Nichterfüllung des Vertrags um Vorsatz hatte. Nicht straffähig ist dagegen ist die nicht-vorsätzliche Nichteinhaltung der Vertragsinhalte.
11. Januar 2009
Die Finanzkrise hat auch einen Teil der Rentner erreicht, nämlich jene, die ihre private Vorsorge für das Alter in einen offenen Immobilienfonds investiert haben. Das war bislang auch eine gute Idee gewesen, konnte man doch beruhigt schlafen, da diese Fonds als sicher galten, auch wenn die Rendite nicht unbedingt spektakulär war.Die Finanzkrise und die einhergehende Panik viele Anleger hat jedoch diese vermeindlich krisensicheren Fonds in Bedrängnis gebracht. Unzählige Anleger machten von ihrem vertraglichen Recht Gebrauch, ihre Fondsanteile an die Gesellschaft zurück zu verkaufen. Der dadurch ausgelöste Kapitalabfluss erreichte in kurzer Zeit solche Ausmaße, dass viele der Immobiliengesellschaften kurz davor standen, ihre Projekte nicht mehr ausführen oder bei bereits bestehenden Objekten, sie nicht mehr unterhalten zu können. Als Reaktion auf die drohende Zahlungsunfähigkeit schlossen viele Fonds kurzerhand und zahlen bis auf weiteres keine Fondsanteile mehr aus. Das ist fatal für die Anteilszeichner, die ihr Geld bei einem Fonds geparkt haben, der möglicherweise nicht überleben wird. Das angelegte Geld ist bis auf weiteres nicht mehr erreichbar und die Miteigentümer sind gezwungen, eine Unternehmung zu finanzieren, an deren Erfolg sie womöglich nicht mehr glauben. Viele Fonds werden, sobald sie wieder offen sind, vermutlich zu Grund gehen, da anzunehmen ist, dass viele Anleger dann erst recht ihre Mittel abziehen werden, bevor sie wiederum durch eine Auszahlungsstopp daran gehindert werden. ´
Einige der Gesellschaften haben jedoch von der Schließung Ausnahmen gemacht und weiterhin an solche Anleger bedient, die über einen Auszahlungsplan aus dem Fonds eine Rente beziehen. Die Bundesaufsicht für Finanzen sieht in dieser Ausnahme jedoch eine Ungerechtigkeit, die sie entschlossen ist zu unterbinden. Sie steht auf dem Standpunkt, dass alle Anleger gleich behandelt werden müssten, egal wozu das im Fonds angelegte Geld auch dienen mag. Bis jetzt hat noch keine der Fondsgesellschaften, die weiterhin Auszahlungspläne bedienen, diese Ausnahme aufgehoben, obwohl die Finanzaufsicht hofft, das sie ohne eine offizielle Untersagung ihren Standpunkt durchsetzen kann.
12. Dezember 2008
Wer selbstständig ist genießt eine hohes Maß an Freiheit und Selbstverantwortung, beides Eigenschaften, die eigentlich prägend für unsere Gesellschaft sind. Wer jedoch als freier Unternehmer beschließt, sich ein Haus zu bauen, wird schnell feststellen, dass abhängige Arbeit jedenfalls bei Banken ein sehr viel größeres Ansehen genießt als freies Unternehmertum. Eine Immobilienfinanzierung als Selbstständiger zu bekommen ist nicht nur äußerst schwierig, sondern in der Regel auch sehr viel teurer als für den normalen Arbeitnehmer. Die Bank betrachtet dies aus der Perspektive ihres Risikos. Da ein Selbstständiger üblicherweise kein regelmäßiges, gleich hohes Einkommen hat, und auch immer Gefahr läuft, das sein Geschäft zu Grunde gehen könnte, sieht die Bank hier ein größeres Risiko als bei einem Angestellten, der zumindest solange finanziell berechenbar bleibt, bis er seine Arbeit verliert.Dennoch ist die Lage nicht hoffnungslos. Die meisten Banken oder sonstigen Kreditgeber sind zumindest grundsätzlich bereit, auch Selbstständigen einen Immobilienkredit zu geben. Die Maßstäbe, die dann jedoch angelegt werden, sind deutlich strenger als bei gewöhnlichen Kreditnehmern. Üblicherweise wird eine geringere Summe geliehen und der Selbstständige muss dafür auch mehr bezahlen. Dabei ist nicht jeder Unternehmer in den Augen einer Bank gleich. Freiberufler haben es noch verhältnismäßig leicht, Gewerbetreibende dagegen ziemlich schwer. Wer gerade mit seiner Selbstständigkeit gestartet ist, ist beinahe chancenlos, wenn es um ein Immobiliendarlehen geht. Das Minimum an Unterlagen, welches gefordert wird, muss drei Jahre zurückreichen und ein erfolgreiches Unternehmen belegen.
Es lohnt jedoch, nach einer Absage auch bei anderen Banken anzufragen. Nicht jede Bank hat die gleichen Richtlinien, so dass eine Ablehnung noch lange kein Grund ist, das Projekt Eigenheim sofort wieder aufzugeben. Manche Institute geben sich sogar sehr großzügig, wenn man eine hohe Eigenkapitalquote aufweisen kann. Dann wird mitunter sogar auf einen Einkommensnachweis verzichtet.
Wer sich an eine regionale Bank wendet, verbessert seine Chancen erheblich. Diese sind nicht nur preiswerter, sondern auch entgegenkommender, wenn es um Kredite für Selbständige geht.
Eine Finanzierung für Unternehmer muss andere Voraussetzungen erfüllen, als für einen Arbeitnehmer. Da das Einkommen mitunter stark schwanken kann, ist Flexibilität oberste Priorität. Auch dürfen die Raten nicht zu hoch sein, dass man auch in schlechten Monaten in der Lage ist, seinen Kredit zu bedienen. Auch Sondertilgungsrechte für gute Geschäftsjahre sind eine wichtiges Vertragselement.
06. Dezember 2008
Die steigenden Energiepreise zwingen immer mehr Immobilienbesitzer, ihr Gebäude energetisch zu sanieren. Das bedeutet, wenigstens der Einbau moderner Fenster und eine Isolation der Fassade sollten bei einer solchen Sanierung erfolgen, möglichst sollte auch das Dach isoliert werden und im Idealfall eine neuen Heizungsanlage installiert werden, die energieeffizient arbeitet. Man kann natürlich auch noch mehr machen, und das Haus mit erneuerbarer Energie beheizen, gegebenenfalls ist auch der Einbau einer Solaranlage sinnvoll, mit dem warmes Wasser weitgehend selbst erzeugt werden kann. Das alles kostet natürlich, je nach Umfang der Sanierung, erheblich Geld, auch wenn man teilweise staatliche Zuschüsse erhält oder steuerliche Vergünstigungen. Letztendlich wird jedoch jeder Eigentümer eines Mehrfamilienhauses, in dem er Wohnungen vermietet, die entstandenen Kosten über eine Mieterhöhung wieder herein holen wollen. Das ist für die Mieter natürlich erst einmal ärgerlich. Jedoch zeigt eine genaue Berechnung, dass man trotz anschließender Mieterhöhung an eine energetische Sanierung im Ergebnis auch als Mieter Geld spart.Die Rechnung nimmt die so genannte Warmmiete als Grundlage. Ermittelt man zuerst den durchschnittlichen Anteil für die Heizkosten und die Warmwasserversorgung vor der Sanierung, kommt man im Schnitt auf etwa zweiundzwanzig Prozent, die man dafür aufbringen muss. Nach einer vollständigen und fachgerechten Sanierung beträgt dieser Anteil jedoch nur noch ganze drei Prozent. Konkret bedeutet dies, das ein Mieter schon nach sechs Jahren gegenüber einem Bewohner einer unsanierten Wohnung finanziell im Vorteil ist. Voraussetzung dafür, dass diese Rechnung aufgeht, ist allerdings ein weiteres Ansteigen der Energiekosten im gleichen Maße wie bisher.
Vorausgesetzt, die Preise entwickeln sich tatsächlich so weiter, wird es für Mieter in unsanierten Wohnungen künftig sehr teuer werden. Der Anteil der Heizkosten bei der Warmmiete wird dann in den nächsten Jahren überdurchschnittlich steigen. Wer in einem vollsanierten Gebäude wohnt, spart dagegen über achtzig Prozent der bisherigen Aufwendungen. Das bedeutet für diese Personengruppe, dass sie sich auch künftig eine gut beheizte Wohnung leisten können.
Um festzustellen, ob eine Wohnung energieeffizient ist, wurde der so genannte Energiepass für Wohngebäude eingeführt. Der Vermieter ist verpflichtet, diesen potentiellen Mieter vorzulegen. Ihm kann man entnehmen, in welchem energetischen Zustand sich eine Wohnung befindet.
02. Dezember 2008
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