Das eigene Haus – der Deutschen großer Traum
12.Dezember 2008
Der größte Wunsch der Deutschen ist nach wir vor, irgendwann einmal im eigenen Haus wohnen zu können. Ein Eigenheim ist nicht nur eine gute Altersvorsorge, sondern auch eine inflationssichere Geldanlage. Bevor man jedoch endlich in die eigenen vier Wände einziehen kann, braucht man viel Geduld und vor allen Dingen auch viel Geld.Das wichtigste Motiv, sich ein Eigenheim anzuschaffen ist natürlich die eigenen Wohnsituation zu verbessern und auch, die Miete in die eigenen Tasche zu zahlen, statt an eine fremde Person. Gerade die Mietfreiheit ist im Alter ein großer Vorteil.
Wer zum Beispiel im Monat für seine Wohnung siebenhunderfünfzig Euro Miete bezahlt, kommt im Jahr auf glatte neuntausend Euro, in zehn Jahren sogar auf neunzig Tausend und in dreißig Jahren auf die erstaunliche Summe von zweihundertsiebzig Tausend Euro. Dabei ist noch gar nicht eingerechnet, dass die Mieten in diese langen Zeit auch steigen werden. Da liegt der Gedanke nicht fern, dieses Geld besser in die eigenen Tasche zu wirtschaften. Nur scheuen sich viele vor der hohen Verschuldung, die erst einmal erforderlich ist, um den Traum vom eigenen Haus Wirklichkeit werden zu lassen.
Dabei hat ein eigenes Haus noch andere Vorteile, als nur die spätere Mietfreiheit. So hat man sein Geld sicher angelegt und kann sogar langfristig mit einer akzeptablen Rendite rechnen. Auch muss man diverse Fördermittel mit in die Rechnung nehmen, die das Projekt zusätzlich attraktiv machen. Ein Haus lässt sich je nach Lebenssituation flexibel nutzen. Das darin gebundene Vermögen kann man im Alter relativ einfach zu Geld machen, falls man später betreutes Wohnen vorzieht.
Allerdings stehen den Vorteilen auch einige Nachteile entgegen. Das investierte Geld ist erst einmal für lange Zeit im Haus gebunden. Bevor sich tatsächlich eine Rendite einstellt, vergeht erst einmal eine lange Zeit. Der Erwerb auch mit erheblichen Nebenkosten verbunden, die bis zu fünfzehn Prozent vom Kaufpreis ausmachen können. Wer schlecht beraten wird, für den ist der Hauskauf womöglich eine Fehlinvestition. Die Rendite ist deutlich niedriger als bei anderen Geldanlagen. Plant man eine Vermietung, muss man auch damit rechnen, dass das Objekt längere Zeit leer stehen kann.
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