Eigenheim und Lebensrisiken
13.September 2008
Ein Normalverdiener, der sich dazu entschließt ein Eigenheim zu kaufen oder zu bauen, geht ein hohes Risiko ein, ganz egal, wie solide seine Finanzierung auch sein mag. Da man für gewöhnlich bis zu einem Zeitpunkt, an dem der Bau eines Hauses noch sinnvoll ist, mit einem durchschnittlichen Job niemals so viel Geld zur Seite legen kann, um das Projekt komplett zu bezahlen, ist man auf Kredite angewiesen, sofern das Schicksal einem nicht mit einer Erbschaft oder einem Lottogewinn zu Hilfe eilt. Das ist jedoch extrem selten, so dass die meisten den harten Weg gehen müssen.Es lässt sich jedoch auch bei bester Planung nicht alles voraussehen. Es können stets Ereignisse eintreten, die das Erreichte in Frage stellen oder gar dazu führen, dass man aus dem endlich erworbenen Traumhaus wieder ausziehen muss. Nicht nur der immer mögliche vorzeitige Tod des Hauptverdieners ist eine der Vorfälle, gegen den man sich absichern muss. Hier wäre eine ausreichend hohe Lebensversicherung jedenfalls eine finanzielle Rettung, auch wenn der Verlust des Partners damit nicht leichter wird. Das gleiche gilt für Krankheiten, die die Erwerbsfähigkeit einschränken oder unmöglich machen. Es können jedoch sehr viel banalere Ereignisse zu Schwierigkeiten führen, die man ohne hinreichende Vorsorge nicht mehr lösen kann. Dazu gehört die heute für fast alle jederzeit mögliche Arbeitslosigkeit. Wer nicht innerhalb eines Jahres wieder einen ähnlich gut bezahlten Job findet wie zuvor, der rutscht erbarmungslos in die Untiefen von Harz IV. Damit lässt es sich vielleicht überleben, aber eine Immobilienfinanzierung ist damit völlig ausgeschlossen.
Für diese Fälle werden inzwischen entsprechende Versicherungen angeboten, die die im Fall der Fälle noch bestehende Restschuld oder die Einbußen durch Arbeitslosigkeit kompensieren sollen. Das hört sich erst einmal gut an, jedoch ist auch hier das Kleingedruckte entscheidend. Diese Versicherungen treten nicht sofort und für alle Zeiten ein, sondern nur in genau festgelegten Fällen. So werden die meisten Versicherungen gegen Arbeitslosigkeit erst nach einem halben Jahr aktiv. Wer das Schicksal eines Langzeitarbeitslosen erleidet, dem ist damit auch nicht geholfen, da ab einer gewissen Frist ebenfalls keine Zahlungen mehr erfolgen.
Besser sieht es aus bei Restschuldversicherungen, die bei Tod und Berufsunfähigkeit eingreifen. Eine solche Absicherung ist nicht ganz billig, aber immerhin ist das damit abgesicherte Risiko gut abgedeckt. Eine Lebensversicherung kann im Zweifel aber zu besseren Konditionen den gleichen Zweck erfüllen.
Man sollte aber nie vergessen, dass man sich nicht gegen alles versichern kann. Ein gewisses Risiko, dass etwas schief geht, besteht immer. Eine weitere Alternative besteht übrigens einfach darin, die Kosten für eine Versicherung zu sparen. Dann hat man im Schadensfall ein Bankkonto, dass auf bedingungslos weiter hilft. .
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