Günstiger heizen mit erneuerbaren Energien

25.Mai 2009

Die neuen Richtlinien zum Klimaschutz und vor allem die hohen Kosten für Erdgas und Öl stellen viele Bauherren und Immobilienbesitzer vor die schwierige Entscheidung, welche Heizungsanlage eingebaut werden soll. Alte Öl- und Gasheizungen, die jetzt kaputt gehen, können nicht mehr so ohne weiters ersetzt werden, und vor allem für Neubauten ist eine günstige Heizungsmethode wünschenswert. Die letztliche Wahl sollte sorgsam getroffen werden, denn die neue Heizungsanlage sollte rund zwei Jahrzehnte ihren Dienst erfüllen.

 

Hinsichtlich der Anschaffung fallen für Heizsysteme, die mit erneuerbaren Energien arbeiten, oft höhere Kosten an. Schon allein die Heizanlage für eine Erdtherme kostet so viel wie eine herkömmliche Ölheizung- der Einbau und die Bohrung sind in dem Preis noch nicht enthalten. Die Erstinvestition für diese Heizung liegt bei etwa fünfzehntausend Euro. Dennoch kann sich die Anschaffung lohnen. Derzeit subventionieren Bund und Länder die Einrichtung einer klimafreundlichen Heizungsanlage mit finanziellen Zuschüssen, außerdem sind die Unterhaltskosten, die für den Betrieb der Anlage aufgebracht werden müssen, nur halb so hoch wie bei einer leistungsgleichen Ölheizung.

Sonnenkollektoren dagegen schneiden in aktuellen Tests eher schlecht ab. Dies liegt zum einen darin begründet, dass Kollektoren allein nicht genug Energie liefern, um ein ganzes Haus zu beheizen und zudem noch Wasser erwärmen zu können. Solaranlagen sind deshalb mit anderen Heizsystemen gekoppelt, zum Beispiel mit einer Erdgasanlage. Zwar spart die Nutzung der Kollektoren Energie ein, jedoch nicht genug, um die hohen Anschaffungskosten mittelfristig auszugleichen.

 

Bei der Überlegung sollten zudem die vorhandenen Gegebenheiten mitbedacht werden. In einem Neubau die passenden Leitungen für eine Erdwärme-Anlage zu verlegen, bedeutet deutlich weniger Aufwand als in einen Altbau eine Solaranlage zu integrieren. Der Aufwand sollte also dem Nutzen entgegen gestellt werden. Sind in der Umgebung bereits Gasanschlüsse vorhanden, kann eine Gasheizung ohne großen Aufwand eingerichtet werden. Hier fallen also geringe Erstinvestitionskosten an, dafür jedoch muss langfristig mit steigenden Unterhalteskosten gerechnet werden. Wer neu baut und vorausschauend denkt, wird vielleicht eine der neuen Techniken wählen. Vor allem die Erdwärme wird zunehmend nachgefragt, da hier keinerlei Abhängigkeit von einschlägigen Märkten besteht. Langfristig fallen hier dauerhaft die niedrigsten Unterhaltskosten an. Dagegen besteht jedoch eine gewisse Abhängigkeit von den Angeboten der regionalen Stromlieferanten, zudem kann die Erschließung aufwendig ausfallen. Die Entscheidung für eine Heizungsanlage ist demnach von verschiedenen Faktoren abhängig. Ein unabhängiger Energieberater kann bei der Wahl unterstützend einwirken und wichtige Aspekte ansprechen.

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