Immobilien bewerten ist gar nicht so schwer

10.Juni 2008

Wer eine Immobilie kaufen möchte steht oft vor einem grossen Problem: was ist das Haus tatsächlich wert, ist das Geld dort gut investiert. Eine Möglichkeit dies zu erfahren ist abzuwarten, bis die Bank, die den Kauf finanzieren soll das Objekt bewertet hat. Allerdings sollte man sich auch darauf nicht blind verlassen, da man nicht genau weiss welchen Risikoanteil die Bank bereit ist zu tragen. Hat man darüber hinaus noch weitere Sicherheiten anzubieten, beleiht das Institut die Immobilie möglicherweise höher, als die üblichen sechzig Prozent vom Kaufpreis. Wer aus dieser Reaktion den Wert seines neuen Heims ableitet kann durchaus falsch liegen.Dabei ist es gar nicht so schwierig eine Immobilie auch als Laie zutreffend zu taxieren. Man muss nur die Methode kennen, der Rest ist etwas Fleissarbeit. Grundsätzlich stehen drei verschiedene Möglichkeiten offen, die in der Praxis erprobt sind, jedoch von unterschiedlichen Ansätzen ausgehen.

Im so genannten Vergleichswertverfahren wird der Wert auf eine Weise ermittelt, die sie vermutlich instinktiv anwenden würden, wäre ihnen der Begriff unbekannt. Das Vorgehen ist sowohl nahe liegend als auch aussagekräftig. Das einzige was man tun muss, ist eine vergleichbare Immobilie zu finden, die möglichst nicht länger zurück als einige Monate verkauft wurde und den dort erzielte Preis heraus zu finden. Aber Vorsicht: hier genügt es nicht ältere Immobilienanzeigen durch zu gehen und bei einem passenden Angebot den dort verlangten Preis zu Grunde zu legen. Dieser kann vom tatsächlich erzielten erheblich abweichen. Der endgültige Verkaufspreis ist aber leicht mit einem Blick ins Grundbuch ermittelt.

Das Ertragswertverfahren eignet sich besonders für Objekte die Rendite durch Vermietung abwerfen sollen. Man errechnet, welcher Ertrag sich in der restlichen Lebensdauer des Hauses wird erwirtschaften lassen und leitet daraus den Wert des Gebäudes ab.

Das so genannte Sachwertverfahren stellt auf den Grundstückswert und die Kosten ab, die die Errichtung des Bauwerks verursachen. Allerdings ist dies heute nicht mehr sehr aussagekräftig, da es anders als früher vor allem auf die zukünftige Rendite ankommt, nicht auf die Herstellungskosten.

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