Immobilienfinanzierung – die Gunst der Stunde nutzen
12.September 2008
Wer eine Immobilie kaufen oder bauen möchte, hat dazu im Augenblick so günstige Voraussetzungen wie selten zuvor. Die Preise für Grundstücke, Häuser und Wohnungen sind seit vielen Jahren stabil und gleichzeitig ist Baugeld billig zu haben. Eine bessere Ausgangslage ist kaum vorstellbar. In manchen Gegenden sind die Immobilienpreise sogar am sinken.Wer jetzt clever finanziert und gleichzeitig sein Wunschobjekt günstig kauft, kann schon in relativ kurzer Zeit wieder schuldenfrei sein. Vor einer Falle muss man sich dabei aber hüten. Niedrige Zinsen haben zur Folge, dass auch die vereinbarte Tilgung relativ niedrig ist. Das sonst übliche eine Prozent genügt daher nicht, wenn man in absehbarer Zeit das Kapital wieder zurückbezahlt haben will. Zahlt man beispielsweise fünf Prozent Zinsen und nur ein Prozent Tilgung, dauert es über dreißig Jahre, bevor man den Kredit wieder los ist. Wäre der Zinssatz drei Prozent höher, müsste man nur siebenundzwanzig Jahre abbezahlen. Daher ist eine höhere Tilgung erforderlich, um die Niedrigzinsphase auch richtig zu nutzen. Erhöht man bei fünf Prozent die Tilgung auf zwei Prozent, ist man nach neunzehn Jahren wieder schuldenfrei. Auch sollte man sich, vor allem wenn eine höhere Tilgung die Belastungsgrenze übersteigt, das Recht auf eine Sondertilgung vorbehalten. Kommt man zwischendurch zu einer größeren Summe, zum Beispiel durch eine Erbschaft, kann man die Kreditlaufzeit deutlich abkürzen.
Das Phänomen mit der relativ geringen Tilgung bei niedrigen Zinsen erklärt sich wie folgt. Da die Rate aus zwei Elementen besteht, nämlich Zins und Tilgung, verändern sich die Anteile während der Laufzeit. Zinsen werden immer nur auf die Summe fällig, die man der Bank noch schuldet. Diese wird von Monat zu Monat geringer. Da die Rate jedoch gleich hoch bleibt, steigt der Anteil der Tilgung. Ist der Zinssatz gering, steigt der Tilgungsanteil entsprechend langsamer und es dauert länger, bis der Kredit abbezahlt ist.
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