Sanieren und Sparen
02.Dezember 2008
Die steigenden Energiepreise zwingen immer mehr Immobilienbesitzer, ihr Gebäude energetisch zu sanieren. Das bedeutet, wenigstens der Einbau moderner Fenster und eine Isolation der Fassade sollten bei einer solchen Sanierung erfolgen, möglichst sollte auch das Dach isoliert werden und im Idealfall eine neuen Heizungsanlage installiert werden, die energieeffizient arbeitet. Man kann natürlich auch noch mehr machen, und das Haus mit erneuerbarer Energie beheizen, gegebenenfalls ist auch der Einbau einer Solaranlage sinnvoll, mit dem warmes Wasser weitgehend selbst erzeugt werden kann. Das alles kostet natürlich, je nach Umfang der Sanierung, erheblich Geld, auch wenn man teilweise staatliche Zuschüsse erhält oder steuerliche Vergünstigungen. Letztendlich wird jedoch jeder Eigentümer eines Mehrfamilienhauses, in dem er Wohnungen vermietet, die entstandenen Kosten über eine Mieterhöhung wieder herein holen wollen. Das ist für die Mieter natürlich erst einmal ärgerlich. Jedoch zeigt eine genaue Berechnung, dass man trotz anschließender Mieterhöhung an eine energetische Sanierung im Ergebnis auch als Mieter Geld spart.Die Rechnung nimmt die so genannte Warmmiete als Grundlage. Ermittelt man zuerst den durchschnittlichen Anteil für die Heizkosten und die Warmwasserversorgung vor der Sanierung, kommt man im Schnitt auf etwa zweiundzwanzig Prozent, die man dafür aufbringen muss. Nach einer vollständigen und fachgerechten Sanierung beträgt dieser Anteil jedoch nur noch ganze drei Prozent. Konkret bedeutet dies, das ein Mieter schon nach sechs Jahren gegenüber einem Bewohner einer unsanierten Wohnung finanziell im Vorteil ist. Voraussetzung dafür, dass diese Rechnung aufgeht, ist allerdings ein weiteres Ansteigen der Energiekosten im gleichen Maße wie bisher.
Vorausgesetzt, die Preise entwickeln sich tatsächlich so weiter, wird es für Mieter in unsanierten Wohnungen künftig sehr teuer werden. Der Anteil der Heizkosten bei der Warmmiete wird dann in den nächsten Jahren überdurchschnittlich steigen. Wer in einem vollsanierten Gebäude wohnt, spart dagegen über achtzig Prozent der bisherigen Aufwendungen. Das bedeutet für diese Personengruppe, dass sie sich auch künftig eine gut beheizte Wohnung leisten können.
Um festzustellen, ob eine Wohnung energieeffizient ist, wurde der so genannte Energiepass für Wohngebäude eingeführt. Der Vermieter ist verpflichtet, diesen potentiellen Mieter vorzulegen. Ihm kann man entnehmen, in welchem energetischen Zustand sich eine Wohnung befindet.
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